BS LEGAL ­ Rechts­an­wälte & Steuerberater 

Bei­träge zum Straf­recht

Die Re­vi­sion ist zu­läs­sig ge­gen die Ur­teile der Straf­kam­mern der Land­ge­richte und der Schwur­ge­richte so­wie ge­gen die im ers­ten Rechts­zug er­gan­ge­nen Ur­teile der Ober­lan­des­ge­richte und stellt die letzte Mög­lich­keit dar ein Ur­teil über­prü­fen zu las­sen. Über die Re­vi­sion ent­schei­det der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) mit Sitz in Karls­ruhe. Auf­grund ei­ner Viel­zahl ein­zu­hal­ten­der For­ma­lien gilt das Re­vi­si­ons­recht als „Kö­nigs­dis­zi­plin“ der Straf­ver­tei­di­gung. Es ist da­her be­son­ders wich­tig, dass Sie ei­nen er­fah­re­nen Straf­ver­tei­di­ger be­auf­tra­gen, der be­son­ders ver­siert im Um­gang mit Re­vi­sio­nen ist.

Grund­sätz­lich ist es ei­nem Be­schul­dig­ten im Straf­ver­fah­ren frei­ge­stellt, ob er ei­nen An­walt hin­zu­zieht oder nicht. Aus Straf­ver­fah­ren kön­nen sich für den Be­schul­dig­ten je­doch be­son­ders schwere Kon­se­quen­zen (z. B. lang­jäh­rige Haft­stra­fen) er­ge­ben. Ge­rade in kom­pli­zier­ten Ver­fah­ren ist eine an­walt­li­che Ver­tre­tung un­er­läss­lich, um Waf­fen­gleich­heit und ei­nen fai­ren Pro­zess zu ga­ran­tie­ren. In man­chen Fäl­len sieht das Ge­setz da­her vor, dass das Ge­richt dem Be­schul­dig­ten zu sei­nem ei­ge­nen Schutz ei­nen Rechts­an­walt zu­teilt. Die­sen vom Ge­richt bei­geord­ne­ten Rechts­an­walt nennt man Pflichtverteidiger.

Die Anklageschrift 

Mit der sog. An­kla­ge­schrift klagt die Staats­an­walt­schaft den er­mit­tel­ten Sach­ver­halt bei dem zu­stän­di­gen Ge­richt an. Die An­kla­ge­er­he­bung mar­kiert so­mit den Über­gang des Er­mitt­lungs- in das Zwi­schen­ver­fah­ren. Das Ge­richt prüft und ent­schei­det, ob es die An­klage zur Haupt­ver­hand­lung zulässt.